Metis und Techne
Wir erleben gerade einen kognitiven Kahlschlag. Während die Forstwirtschaft längst zur Naturverjüngung zurückgekehrt ist, pflanzt das „Advanced Studies“-Beamtentum in der IT weiterhin digitale Fichten-Monokulturen in Reih und Glied.
Hier sind alle veröffentlichten Artikel, sortiert nach Datum in absteigender Reihenfolge.
Wir erleben gerade einen kognitiven Kahlschlag. Während die Forstwirtschaft längst zur Naturverjüngung zurückgekehrt ist, pflanzt das „Advanced Studies“-Beamtentum in der IT weiterhin digitale Fichten-Monokulturen in Reih und Glied.
Wenn Fehler passieren, sollte man die Fehler analysieren und nicht die Leute, die zufälligerweise daneben standen, als die Fehler passiert sind. Das ist der Kern einer „Blameless Culture“.
In der Signalverarbeitung ist das Verhältnis von Nutzsignal zu Störsignal entscheidend. Im modernen Fernsehen lässt sich beobachten, wie dieses Verhältnis systematisch verschlechtert wird. Was als hochfrequenter Inhalt für Spezialisten beginnt, endet fast immer als glattgebügelter Quotenschrott.
Es muss nicht immer Python sein: Julia ist eine moderne Programmiersprache für numerische Berechnungen. Sie ist schnell, einfach zu lernen und bietet eine breite Palette an Funktionen für die numerische Mathematik. Im Zusammenspiel mit LaTeX lassen sich Plots und Grafiken attraktiv darstellen.
Das Timing der Grönland-Debatte im Januar 2026 ist auffällig. Während die Schlagzeilen sich auf absurde Kaufangebote und drohende Strafzölle gegen europäische Verbündete stürzen, werden im Hintergrund massive geopolitische und innenpolitische Baustellen überlagert.
Vor sieben Jahren kam die Order von ganz oben: „Wir werden jetzt agil. Wir machen jetzt Scrum.“
Es gibt Gebäude, die wirken auf den ersten Blick einfach nur leer. Auf den zweiten Blick aber erzählen sie eine Geschichte von jahrzehntelangem Wegschauen, verpassten Chancen und stillschweigender Kapitulation. Und wenn es dann brennt, landet diese ganze Geschichte unweigerlich vor den Stiefeln der Feuerwehr. Wir können nicht wählen, ob wir ausrücken. Wir können nicht sagen: „Dieses Objekt ist uns zu blöd, das brennt ja sowieso wieder.“ Wir stehen da, wenn es losgeht, egal wie verwahrlost, egal wie gefährlich, egal wie vorhersehbar der Einsatz war.
Drei Senior Engineers sitzen am Tisch. Ihnen gegenüber eine Phalanx aus Projektmanagern, Product Ownern und Abteilungsleitern – das klassische 3-zu-80-Verhältnis. Die Engineers sagen: „Das wird so nicht funktionieren, die Latenz ist zu hoch, die Architektur skaliert nicht.“ Die Manager nicken, lächeln und sagen: „Wir nehmen das als Action Item mit, aber wir müssen den Go-Live-Termin halten, um das Momentum nicht zu verlieren. Wir schaffen das schon.“
Natürlich kann ich PowerPoint. Ich entscheide mich nur dagegen, es zu benutzen. Nicht aus Trotz, sondern aus Erfahrung: Manche Werkzeuge fördern Klarheit, andere fördern Chaos. Und PowerPoint gehört, trotz Marktdominanz, leider zuverlässig zur zweiten Kategorie.
Wir kennen sie alle: die Projekte, in denen jede Erkenntnis als Angriff gilt und jede Lösung zu früh kommt. Wo Beratung nur willkommen ist, solange sie bestätigt, was man ohnehin schon weiß: "Wir haben’s schwer, und das ist gut so." Hier beginnt die Gefangenschaft in der Opferrolle – einer psychologisch bequemen, aber strategisch fatalen Haltung.
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