Neurodiverses Office

Gerade in der IT, sind viele Autisten tätig (und oft unerkannt). Wenn wir Spock und Data als Modelle nehmen, wird klar: Es geht nicht um „Integration in die Norm“, sondern um wertschätzende Koexistenz mit anderen Stärken. Und das beginnt bei den Rahmenbedingungen.

💡 Grundprinzip: Ermöglichen statt „reparieren“

Autisten sind nicht defekt. Sie funktionieren anders. Wer sie zwingt, sich dauernd „anzupassen“, macht sie krank. Wer ihnen ermöglicht, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren, bekommt oft brillante, verlässliche, loyale Kollegen.

Thema Beispielhafte Anpassung Warum es hilft
Reizreduktion Ruhezonen, Noise-Cancelling, keine Dauermeetings im Open Space Reizüberflutung führt bei Autisten schnell zu Stress oder Shutdowns
Klare Kommunikation Direkte, sachliche Sprache, explizite Aufgabenstellung „Zwischen den Zeilen“ führt zu Missverständnissen
Vorhersehbarkeit Klare Strukturen, planbare Tagesabläufe, keine Ad-hoc-Meetings Sicherheit durch Planbarkeit reduziert Stress
Fokuszeit Weniger Kontextwechsel, Deep-Work-Zeiten blocken Viele Autisten sind extrem leistungsfähig – wenn man sie lässt
Anerkennung Leistung würdigen, ohne Smalltalk-Zwang Wertschätzung ohne soziale Überforderung
Akzeptanz der Eigenheiten z. B. kein Zwang zu Teamessen, Smalltalk, Events Soziale Erschöpfung ist real – Rückzug ist kein Desinteresse

Maßnahmen für Management & BGM

1. Reizarmes Arbeiten ermöglichen

2. Klare Rollen und Prozesse

3. Mentoren statt Mikromanagement

4. Psychologische Sicherheit


✅ Fazit für das Management

„Spock ist nicht schwierig – er ist nur anders. Und wenn Du das erkennst, bekommst Du einen Verbündeten, der Dir im Ernstfall die Enterprise rettet.“

Wer Menschen wie Spock oder Data als kompliziert abstempelt, verliert Potenzial. Wer sie als Chance sieht, bekommt Teams, die sich ergänzen, statt zu kollidieren.

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